Gestaltung · Ihr Bogen
Ihr Briefbogen bleibt, wie er ist
Die meisten Rechnungsprogramme geben Ihnen ihr Layout. Logo, Farben und Fußzeile fallen weg oder kosten Aufpreis. Rechnungsblatt dreht das um: Sie laden Ihren gedruckten Briefbogen als PDF hoch, und die Rechnung wird in die freie Fläche dazwischen gesetzt.
Der Schritt, an dem PDF/A sonst scheitert
Ein echter Briefbogen aus der Druckvorstufe ist meist CMYK, ein am Rechner gebauter meist RGB, und häufig stecken Schriften nur als Verweis darin. PDF/A erlaubt aber genau eine Ausgabebedingung und verlangt eingebettete Schriften. Ein roher Upload würde daran scheitern.
Rechnungsblatt normalisiert den Bogen deshalb einmal beim Einrichten: Farbraum auf sRGB vereinheitlichen, fehlende Schriften einbetten. Sie sehen anschließend an einer Ampel, ob der Bogen taugt. Gespeichert wird die normalisierte Fassung — mit ihr wird ab da gearbeitet.
Zwei Regler statt eines Editors
Die Schreibzone kennt genau zwei Werte: wo Ihr Briefkopf endet und wo die Fußzeile beginnt. Dazwischen schreibt Rechnungsblatt, darüber und darunter rührt es nichts an. Keine Kästchen ziehen, keine Koordinaten.
Das ist eine bewusste Beschränkung. Wenige verständliche Entscheidungen schlagen einen Editor, in dem sich alles verschieben lässt und deshalb alles schiefgehen kann.
Die sechs Layouts
Jedes ist eine fertige Kombination aus Titelgröße, Zeilenabstand, Linienführung und Anordnung der Belegdaten. Sie wählen eines aus und sehen es sofort in der Vorschau; nichts davon lässt sich einzeln verstellen, und genau das hält die Belege über Jahre gleich aussehend.
| Layout | Zeichnung | Wofür |
|---|---|---|
| Klassisch | Belegdaten als Block rechts neben dem Anschriftenfeld, schwarze Linien, normaler Abstand, Titel vier Punkt über der Grundschrift. | Der Grundfall. Sieht aus wie das, was Ihr Kunde erwartet. |
| Kompakt | Belegdaten als Zeile unter dem Titel, Abstände auf 85 Prozent gestaucht, schwarze Linien, Titel nur zwei Punkt größer. | Viele Positionen, die auf eine Seite sollen. |
| Modern | Großer Titel, sieben Punkt über der Grundschrift, graue statt schwarze Linien, zehn Prozent mehr Luft, zusätzlicher Raum um den Titel. | Wenige Positionen, die wirken sollen. |
| Zebra | Getönte Wechselzeilen statt Trennlinien, sonst normale Maße. Ist die Akzentfarbe an, tönt sie auch die Zeilen. | Lange Listen, in denen das Auge die Zeile verliert. |
| Luftig | Gar keine Trennlinien — gegliedert wird allein über Abstände. Großer Titel, zwölf Prozent mehr Luft, viel Raum um den Titel. | Gestaltete Briefbögen, denen zusätzliche Linien im Weg sind. |
| Doppelt | Sehr eng, Abstände auf 78 Prozent, Belegdaten zweispaltig unter dem Titel, Titel kaum größer als der Fließtext. | Der dichteste Satz. Wenn auch Kompakt nicht reicht. |
Ein Wert ist gemessen und nicht gewählt: Luftig lief mit dem Faktor 1,25 bei vier Positionen samt GiroCode aus der Schreibzone heraus. Luftig soll wirken, nicht die zweite Seite erzwingen — deshalb steht dort 1,12.
Schrift, Grad und Akzentfarbe
- Fünf mitgelieferte Schriften: Liberation Sans (serifenlos, neutral), Liberation Serif (klassisch, mit Serifen), Carlito (freundlich, modern), Caladea (elegant, mit Serifen) und DejaVu Sans (kräftig, technisch).
- Nur einbettbare TTFs aus einem gepflegten Katalog. PDF/A verlangt eingebettete Schriften, deshalb sind die vierzehn Standardschriften des PDF-Formats hier ausdrücklich tabu.
- Drei Schriftgrade für die Grundschrift: neun, zehn und elf Punkt. Alles andere auf dem Blatt rechnet sich daraus ab — der Titel etwa als Grundschrift plus vier Punkt.
- Eine eigene Akzentfarbe, quer zu allen sechs Layouts: aus bleiben die Linien schwarz oder grau, an tragen Titel und Linien Ihre Farbe.
- Die kleine Absenderzeile über dem Anschriftenfeld lässt sich abschalten — viele Bögen tragen sie schon gedruckt, sonst stünde sie doppelt.
- Das Anschriftenfeld sitzt fest bei 45 Millimetern von der Oberkante, nach DIN 5008 Form B. Damit passt es in ein Fensterkuvert, und zwar bei jedem Layout.
Wenn eine Seite nicht reicht
Wird die Positionsliste lang, bricht der Beleg sauber um: Die Seite schließt mit „Übertrag“, die nächste beginnt damit und wiederholt den Tabellenkopf. Unten steht „Seite 1 von 3“ — dafür wird der Beleg zweimal durchlaufen, einmal zum Zählen und einmal zum Zeichnen, denn anders ist die Gesamtzahl auf der ersten Seite nicht bekannt.
Was hier nicht passiert
- Es gibt keinen freien Layout-Editor. Wer Positionen pixelgenau setzen will, ist mit einem Satzprogramm besser bedient.
- Ihr Bogen wird nicht gestaltet, sondern übernommen. Rechnungsblatt macht aus einem schlechten Briefpapier kein gutes.
- Bögen, die keine freie Fläche lassen — etwa vollflächige Bilder über das ganze Blatt —, taugen nicht. Das zeigt die Ampel beim Einrichten.