Allgemeine Geschäftsbedingungen
1. Anbieter und Geltung
Diese Bedingungen gelten für die Nutzung der Anwendung Rechnungsblatt, angeboten von DiD0m — Dominik Dill, Goldammerweg 25, 95119 Naila (nachfolgend „Anbieter“).
Abweichende Bedingungen des Nutzers gelten nur, wenn der Anbieter ihnen schriftlich zustimmt.
2. Gegenstand der Leistung
Rechnungsblatt erzeugt Rechnungen als PDF mit eingebetteter XML-Rechnung nach EN 16931 (ZUGFeRD/Factur-X) sowie auf Wunsch als XRechnung. Die Belege entstehen auf dem Briefpapier des Nutzers und werden für ihn abgelegt.
Der Anbieter prüft die erzeugten Rechnungen gegen die Pflichtangaben des § 14 UStG und die Regeln der EN 16931. Diese Prüfung ist technisch, nicht steuerlich. Ob ein Geschäftsvorfall zutreffend erfasst, richtig bewertet und zutreffend besteuert ist, beurteilt allein der Nutzer — gegebenenfalls mit steuerlicher Beratung. Der Anbieter erbringt keine Steuerberatung und keine Rechtsberatung.
3. Konto
Die Nutzung setzt ein Konto voraus. Der Nutzer hält seine Zugangsdaten geheim und die angegebene E-Mail-Adresse aktuell.
Zugangsdaten können nicht wiederhergestellt werden. Die Daten des Nutzers liegen verschlüsselt; der Schlüssel wird aus dem Kennwort abgeleitet und ist dem Anbieter nicht bekannt. Gehen Kennwort und Wiederherstellungscode verloren, ist der Zugang zu den abgelegten Daten endgültig verloren. Der Anbieter kann in diesem Fall nicht helfen; er weist hierauf ausdrücklich hin.
Der Anbieter kann die Freischaltung eines Kontos verweigern oder zurücknehmen, wenn ein sachlicher Grund vorliegt — insbesondere bei missbräuchlicher Nutzung.
4. Vergütung
Die jeweils geltenden Preise stehen auf der öffentlichen Seite. Der Anbieter ist Kleinunternehmer nach § 19 UStG; die Preise enthalten keine Umsatzsteuer, und es wird keine ausgewiesen.
Guthaben
Guthaben wird im Voraus erworben und mit den erzeugten Rechnungen verbraucht. Es verfällt nicht und wird nicht verzinst.
Eine Auszahlung nicht verbrauchten Guthabens erfolgt nicht. Das gilt auch, wenn der Nutzer den Vertrag beendet oder die Anwendung nicht mehr verwendet, und ebenso, wenn der Anbieter das Konto aus einem Grund im Verhalten des Nutzers sperrt.
Stellt der Anbieter die Anwendung ein, kündigt er dies mindestens drei Monate vorher an. Der Nutzer kann sein Guthaben innerhalb dieser Frist aufbrauchen. Guthaben, das danach noch besteht, wird auf Verlangen erstattet.
Abonnement
Ein Abonnement läuft monatlich und verlängert sich jeweils um einen Monat, wenn es nicht vorher gekündigt wird. Die Kündigung ist jederzeit zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums möglich, im Konto über „Abo kündigen“. Bereits gezahlte Beiträge für den laufenden Zeitraum werden nicht anteilig erstattet; die Leistung steht bis zum Ende des Zeitraums zur Verfügung.
Ein Wechsel in einen größeren Tarif gilt sofort, ein Wechsel in einen kleineren zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums. Schlägt eine Abbuchung fehl, läuft das Abonnement vierzehn Tage weiter; wird bis dahin nicht gezahlt, endet es, und es gilt wieder der kostenlose Tarif. Vorhandenes Guthaben bleibt in beiden Fällen erhalten.
Rechnung und Zahlung
Die Rechnungen stellt der Anbieter über seine Unternehmensverwaltung DiD0m als elektronische Rechnung aus; sie sind im Konto über „Rechnungen und Zahlungsart“ abrufbar. Gezahlt wird über den Zahlungsdienstleister Stripe.
5. Widerrufsrecht für Verbraucher
Verbrauchern steht ein Widerrufsrecht von vierzehn Tagen zu (§ 355 BGB). Die Frist beginnt mit Vertragsschluss.
Der Widerruf ist in Textform an d.dill@rechnungsblatt.de zu richten. Eine Begründung ist nicht erforderlich.
Erlöschen des Widerrufsrechts: Bei digitalen Inhalten erlischt das Widerrufsrecht, wenn der Anbieter mit der Ausführung begonnen hat, nachdem der Verbraucher ausdrücklich zugestimmt und bestätigt hat, dass er sein Widerrufsrecht damit verliert (§ 356 Abs. 5 BGB). Wer vor Ablauf der Frist eine Rechnung erzeugt, veranlasst diese Ausführung.
Gegenüber Unternehmern besteht kein Widerrufsrecht.
6. Verfügbarkeit
Der Anbieter bemüht sich um einen störungsfreien Betrieb, schuldet aber keine bestimmte Verfügbarkeit. Wartungsarbeiten, Störungen bei Vorleistern und Maßnahmen zur Abwehr von Angriffen können zu Unterbrechungen führen.
Der Anbieter kann den Leistungsumfang ändern oder einzelne Funktionen einstellen, wenn ein sachlicher Grund vorliegt. Wesentliche Einschränkungen werden mit angemessener Frist angekündigt.
7. Pflichten des Nutzers
- Die Richtigkeit der eingegebenen Daten prüfen — insbesondere Beträge, Steuersätze und Empfängerangaben. Die Vorschau zeigt den Beleg vor dem Erzeugen.
- Eigene steuerliche und handelsrechtliche Pflichten erfüllen, einschließlich Aufbewahrung und Verfahrensdokumentation.
- Keine rechtswidrigen Inhalte einstellen und die Anwendung nicht übermäßig automatisiert abrufen.
- Bei der Verarbeitung von Empfängerdaten die eigenen datenschutzrechtlichen Pflichten beachten.
8. Aufbewahrung und Datenexport
Die Aufbewahrungspflicht trifft den Nutzer. Wer eine Rechnung ausstellt, hat ein Doppel acht Jahre aufzubewahren (§ 147 Abs. 3 AO, § 14b Abs. 1 UStG). Das ist seine steuerliche Pflicht; der Anbieter erfüllt sie nicht für ihn und schuldet keine Archivierung für diesen Zeitraum.
Solange der Vertrag läuft, bleiben die erzeugten Belege im Konto abrufbar. Sie lassen sich jederzeit vollständig herunterladen — Konto → Für die Betriebsprüfung liefert alle Belege eines Zeitraums als ZIP, mit PDF, XML und einer Übersichtstabelle. Der Nutzer sollte das regelmäßig tun, damit seine Unterlagen unabhängig von diesem Dienst vorliegen.
Ein Weg zum Löschen einzelner Belege besteht nicht, und eine vergebene Rechnungsnummer wird nicht erneut verwendet — beides folgt aus der Unveränderbarkeit, die das Steuerrecht verlangt.
Nach Vertragsende bleiben die Belege sechs Monate abrufbar. Endet der Vertrag, weil der Anbieter die Anwendung einstellt, gilt zusätzlich die Ankündigungsfrist aus Ziffer 4. Danach werden die Daten gelöscht; der Nutzer hat sie bis dahin zu sichern.
9. Haftung
Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fährlichkeit, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie nach dem Produkthaftungsgesetz.
Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht haftet er auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden. Im Übrigen ist die Haftung ausgeschlossen.
Nicht übernommen wird die Haftung für steuerliche Folgen unrichtiger oder unvollständiger Angaben des Nutzers — auch dann nicht, wenn die technische Prüfung sie nicht beanstandet hat. Die Prüfung erfasst formale Anforderungen, nicht die inhaltliche Richtigkeit eines Geschäftsvorfalls.
Der Nutzer sichert seine Daten selbst, indem er sie herunterlädt. Für Datenverlust haftet der Anbieter nur nach den vorstehenden Maßstäben.
10. Vertragsdauer und Beendigung
Der Nutzungsvertrag läuft auf unbestimmte Zeit. Beide Seiten können ihn jederzeit ohne Frist beenden; für Abonnements gilt zusätzlich Ziffer 4.
Das Recht zur Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
11. Änderungen dieser Bedingungen
Der Anbieter kann diese Bedingungen mit Wirkung für die Zukunft ändern, wenn ein sachlicher Grund vorliegt. Änderungen werden mindestens sechs Wochen vorher per E-Mail angekündigt. Widerspricht der Nutzer nicht bis zum Wirksamwerden, gelten sie als angenommen; hierauf wird in der Ankündigung hingewiesen. Der Nutzer kann in diesem Fall bis zum Wirksamwerden kündigen.
12. Schlussbestimmungen
Es gilt deutsches Recht. Gegenüber Verbrauchern bleiben zwingende Schutzvorschriften ihres Aufenthaltsstaats unberührt.
Ist der Nutzer Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Gerichtsstand der Sitz des Anbieters.
Sollte eine Bestimmung unwirksam sein, bleibt der übrige Vertrag wirksam.
Stand: September 2026. Weitere Angaben: Impressum · Datenschutzerklärung